Es heißt „Cash ist King“. Auch wenn heute viele Menschen ihre Rechnungen mit Karte zahlen, ist es in einigen Bereichen immer noch üblich, bar zu zahlen. Das ist nicht nur an den örtlichen Marktständen der Fall, sondern auch Taxifahrer oder andere Dienstleister nehmen auch heute noch gerne Bargeld. Zu diesem Zweck haben viele Menschen eine gewisse Menge Bargeld im Portemonnaie.

Überblick zum Bargeld Zuhause

  • Eine Bargeldgrenze gibt es nicht
  • Lediglich eine Grenze bei Einzahlungen von Bargeld. Ab 10.000 Euro Herkunftsnachweis notwendig.
  • Bargeld zu Hause sollte gut versteckt sein
  • In Deutschland gibt Bargeld immer noch als beliebtes Zahlungsmittel.
  • Jüngere Leute setzen vermehrt auf bargeldloses bezahlen.

Gibt es eine Bargeldgrenze für Zuhause?

Eine Bargeldgrenze für Zuhause gibt es nicht. Es darf so viel Geld in den eigenen vier Wänden aufbewahrt werden, wie man möchte. Seit 2021 gibt es lediglich eine Grenze bei den Einzahlungen von Bargeld. Ab einer Summe von 10.000 Euro muss ein Herkunftsnachweis der Bank vorgelegt werden.

Das Bezahlen hat sich in vielen Ländern in Deutschland geändert. Das liegt vor allem an den kundenfreundlichen Angeboten. Laut den offiziellen Payments Council finden in Großbritannien wesentlich mehr Transaktionen ohne Bargeld statt. In den meisten britischen Läden ist es Standard, dass Kunden Waren bis zu einem Preis von 25 Euro mit der Karte zahlen können. Hierfür wird keine Unterschrift oder Geheimnummer benötigt. In Dänemark werden dagegen anders als in Deutschland viele kleine Läden, Tankstellen oder Restaurants gar kein Bargeld mehr annehmen. In Dänemark ist das Zahlen per Smartphone sehr weit verbreitet. Durch das Geldhaus Danske Bank, der größten Bank Dänemarks, wurde das System des mobilen Zahlens etabliert. Inzwischen nutzt jeder dritte Däne dieses Angebot.

In Deutschland hält man dagegen noch sehr gerne am Bargeld fest. Auch wenn viele Banken inzwischen eine Alternative zum Paypal System gestartet haben. Dafür stellt der Bezahldienst Yapital in Zukunft seinen Betrieb ein. Die Nachfrage nach diesem mobilen Bezahldienst war nicht sehr hoch. Bare Münzen und Scheine machen in der heutigen Zeit nur noch einen kleinen Teil des Zahlungswesens aus. Das liegt unter anderem daran, dass hinter den Banknoten und Münzen ein teures und komplexes System steht.

Warum sollte man trotzdem nicht zu viel Bargeld Zuhause haben?

Vielen Menschen ist es ein großes Bedürfnis, zu Hause einen Notgroschen zu haben. Schließlich weiß man wie was passiert. Durch die Aufbewahrung des Geldes außerhalb einer Bank wird auf Zinsen verzichtet. Wird das Geld länger nicht benötigt, ist es oftmals auf einem Konto besser aufgehoben. Es gibt viele Möglichkeiten, dass Geld rentabel anzulegen. Das Aufbewahren Zuhause ist auch im Sinne einer Inflation nicht ratsam. Durch die Pandemie waren über einen längeren Zeitraum Restaurants, Discotheken und viele Arten von Veranstaltungsorten geschlossen. Viele Menschen haben somit ihr Geld nicht ausgegeben, sondern es Zuhause aufbewahrt. Das hat zur Folge, dass es zu einem sogenannten Geldanlagestau gekommen ist. Rund 28% der Ersparnisse werden in Form von Bargeld aufbewahrt. Durch eine Teuerungsrate von circa 4,5% hat das Geldvermögen an Wert verloren. Das ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Das liegt unter anderem daran, dass Sparer die Zusammenhänge nicht kennen.

Vorsicht vor Dieben

In Deutschland finden täglich Einbrüche statt. Wer eine große Menge an Bargeld in den eigenen vier Wänden aufbewahrt, riskiert bei einem Diebstahl einen hohen Verlust. Viele Diebe sind Profis. Sie wissen genau, wo sie in einer Wohnung suchen müssen, um Bargeld zu finden. Auch das beste Versteck bringt nichts, wenn sich professionelle Diebe in der Wohnung zu schaffen lassen. Sie werden erst dann alle Schränke und Möglichkeiten durchsuchen, wenn sie erfahren haben, dass sich in der Wohnung eine größere Menge Bargeld befindet. Der Schaden wäre bei einem Einbruch bei einem großen Sparstrumpf sehr hoch. Auf der Bank ist das Geld dagegen versichert. Das bedeutet, dass auch bei einem Überfall auf die Bank das eigene Geld unantastbar bleibt. Wer sich einen Sparstrumpf Zuhause anlegen möchte, sollte sich daher selbst eine Höchstgrenze setzen.

Macht dann Bargeld Zuhause überhaupt Sinn?

Es macht schon Sinn, immer etwas Bargeld Zuhause zu haben. Wenn eine Nachnahme angenommen werden muss oder man schnell ein Taxi benötigt, wird Bargeld benötigt. Taxis und andere Dienstleister bieten bis heute noch keine Möglichkeit einer Kartenzahlung. Nicht alle Menschen möchten sich an ein bestimmtes Zahlungssystem binden. Nicht nur ältere Menschen bunkern ihr Geld gerne in Matratzen oder Bücherregalen. Auch jüngere Menschen möchten gerne etwas Bargeld im Haus haben. Auch wenn es heute beim Einkaufen wesentlich schneller geht, wenn die Karte über den Scanner gezogen wird, verliert man schnell den Überblick. Durch Barzahlungen haben viele Menschen das Gefühl, dass sie besser mit ihrem Geld haushalten können. Es immer noch etwas Persönlicher, wenn sich in einer Geburtstags- oder Hochzeitskarte Bargeld befindet. Eine Überweisung auf das Konto des Freundes oder Bekannten ist dagegen sehr unpersönlich. Für kleine Beträge wie für den Kauf des Brötchens oder Kopfschmerztabletten lohnt sich der Einsatz einer Bankkarte nicht. In einigen Geschäften oder Kiosks ist eine Kartenzahlung erst ab einem bestimmten Betrag möglich. In Deutschland gibt es auch einige Lotto-Annahmestellen, bei denen eine Kartenzahlung komplett verweigert wird. In diesem Fall wird Bargeld benötigt, wenn die jeweilige Leistung in Anspruch genommen werden soll.

Größere Einzahlungen sind meldepflichtig

Herkunftsnachweis Geldwäsche

Durch die Bargeldgrenze wurde festgelegt, dass bei der Bank ab einem Betrag von 10.000 Euro ein Herkunftsnachweis erbracht werden muss. Dadurch soll die Geldwäsche unterbunden werden. Als Herkunftsnachweis reicht häufig eine Auszahlungsquittung oder der Kontoauszug einer Bank. Beide Quittungen müssen belegen, woher das Geld stammt. Es können auch Rechnungsbelege für den Verkauf von Gold oder eines Fahrzeugs vorgelegt werden. Diese Rechnungen werden auch fürs Finanzamt benötigt.

Die Obergrenze der Barzahlung wurde zum Kampf gegen Geldwäsche ins Leben gerufen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Münzen oder Scheine handelt. Beim Kauf eines Fahrzeugs oder andere große Anschaffungen ist nur noch ein Geldtransfer per Kreditkarte oder Überweisung erlaubt. Nationale Cash-Grenzen gibt es in vielen Ländern seit Langem. Aus diesem Grund zielte Brüssel durch den Vorstoß direkt auf Deutschland. Durch Geldwäsche werden das Finanzsystem und die Wirtschaft bedroht. Mithilfe der Cash-Grenze soll dem Einhalt geboten werden. International wird davon ausgegangen, dass rund 15 bis 30% der kriminellen Vermögenswerte in Deutschland in Immobilien investiert werden.

In der Vergangenheit ist es beispielsweise vorgekommen, dass ein Bankräuber sein Diebesgut dafür verwendet hat, um Immobilien zu kaufen. Erst nachdem er bereits für über 9 Millionen Euro Gebäude und Grundstücke gekauft hat, ist es den Behörden aufgefallen.

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