Ratenzahlung

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Was ist Ratenzahlung?

Für gewöhnlich bezahlt Du ein bestimmtes Produkt und erhält anschließend die Ware.

Bezahlung und Übergabe folgen also unmittelbar aufeinander. Bei einer Ratenzahlung wird dieses Prinzip außer Kraft gesetzt. Stattdessen liefert der Händler die Ware zwar schon zu Beginn der vereinbarten Ratenzahlung aus.

Sein Geld erhält er aber erst nach und nach in mehreren gleich großen Tranchen. Wie hoch dabei die einzelne Rate ausfällt und wie lange die Vereinbarung läuft, ist nicht gesetzlich geregelt. Hier können die Vertragspartner individuelle Vereinbarungen treffen.

Grundsätzlich ist es aber so, dass eine Rate sich immer aus einem Tilgungsbetrag und den fälligen Zinsen zusammensetzt. Einige Händler werben allerdings auch mit sogenannten „Null-Prozent-Finanzierungen“ oder ähnlichen Angeboten.

Sie verzichten also auf die Erhebung von Zinsen, sodass die einzelnen Raten ausschließlich der Schuldentilgung dienen. Für Dich hat die Ratenzahlung den Vorteil, dass Du nicht den kompletten Betrag auf einmal aufbringen muss. Dadurch bleibst Du liquide und kannst die Schuld nach und nach tilgen.

Wie funktioniert die Ratenzahlung mit Paypal?

Einige Shops bieten inzwischen die Option einer „Ratenzahlung powered by PayPal“ an. Aus Sicht des Käufers bleibt das grundsätzliche Prinzip dabei erhalten: Du erhältst die Ware sofort und kannst den fälligen Betrag in mehreren Raten über einen längeren Zeitraum begleichen.

Die Besonderheit besteht allerdings darin, dass der Verkäufer ebenfalls sofort sein Geld erhält. Möglich wird dies, weil Paypal die Summe vorstreckt und dann die Raten beim Kunden einzieht. Ein Paypal-Konto ist dafür nicht nötig.

Ganz umsonst macht der Konzern dies allerdings nicht. Vielmehr muss der Käufer dafür Gebühren an Paypal zahlen. Diese stellt er dann wiederum in der Regel dem Kunden in Rechnung. Die Nutzung der „Ratenzahlung powered by Paypal“ ist zudem nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

So liegt der Mindestbestellwert bei 99 Euro. Auf der anderen Seite darf die Summe des Ratenkredits aber auch 5.000 Euro nicht überschreiten. Paypal überprüft zudem vor Vertragsabschluss Deine Bonität.

Wie funktioniert die Ratenzahlung mit Klarna?

Auch das schwedische Unternehmen Klarna ermöglicht den unkomplizierten Ratenkauf bei vielen verschiedenen Online-Händlern.

Dafür musst Du beim Kauf die entsprechende Option auswählen und einige Angaben zu Deiner Person machen. Anschließend wird die Bonität innerhalb von wenigen Sekunden überprüft.

Im Idealfall gibt Klarna anschließend die entsprechende Summe frei. Der Händler erhält dann sein Geld und Du deine Ware. Den Ratenkredit kannst Du innerhalb von 24 Monaten zurückzahlen.

Die Besonderheit bei Klarna besteht darin, dass Du die monatliche Summe frei wählen kannst. Allerdings müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Die Rate muss mindestens bei 6,95 Euro liegen und darf auch den Wert von 1/24 der ursprünglichen Kreditsumme nicht unterschreiten. Zinsen berechnet Klarna Dir nicht.

Allerdings fällt jeden Monat eine Ratenzahlungsgebühr an, die sich von Händler zu Händler unterscheiden kann. Den effektiven Jahreszins solltest Du daher vor Abschluss eines entsprechenden Vertrags schnell selbst berechnen.

Häufige Fragen zum Ratenkauf

Ratenzahlung als Neukunde: Ist das möglich?

Dies hängt immer vom Einzelfall ab und lässt sich daher pauschal nur schwer beantworten. Aus rechtlicher Sicht spricht allerdings nichts dagegen.

Oder anders ausgedrückt: Jeder Händler kann selbst entscheiden, ob er bei Neukunden eine Ratenzahlung anbietet oder nicht. In jedem Fall gilt aber auch hier: Voraussetzung ist eine entsprechend gute Bonität. Außerdem ist bei den meisten Händlern die Summe, die per Ratenzahlung beglichen werden kann, für Neukunden begrenzt.

Dadurch soll das Risiko eines Zahlungsausfalls verringert werden. Erst wenn einige Käufe problemlos abgewickelt wurden, sind dann auch größere Ratenkredite möglich.

Wie bereits erwähnt, ist es aber auch möglich, die Ratenzahlung über einen Dienstleister wie Paypal oder Klarna abzuwickeln.

Diese prüfen natürlich ebenfalls die Bonität. Wer dort aber bereits ein Konto besitzt und bereits mehrere Zahlungen erfolgreich abgewickelt hat, ist dann faktisch kein Neukunde mehr – obwohl er in einem bestimmten Shop zum ersten Mal einkauft.

Was passiert, wenn ich mal eine Rate nicht bezahlt habe?

In der Regel erhältst Du dann zunächst eine Mahnung und die Möglichkeit die Zahlung nachzuholen. Wirklich empfehlenswert ist dies aber nicht.

Insbesondere wenn Du auch in Zukunft Ratenkäufe tätigen möchtest – Stichwort: Bonität. Auf Dauer kann es zudem sehr teuer werden, die fälligen Raten nicht zu bezahlen. So sind die Unternehmen berechtigt, neben den Mahnkosten auch Verzugszinsen zu berechnen.

Diese können bis zu rund fünf Prozent über dem eigentlich vereinbarten Zinssatz liegen. Werden zwei Raten in Folge nicht begleichen, dürfen die Firmen zudem den gesamten Kredit fällig stellen. Kann die Summe dann nicht aufgebracht werden, ist unter Umständen sogar ein gerichtliches Mahnverfahren die Folge.

Vermeiden lassen sich diese unerwünschten Folgen in der Regel aber durch eine direkte Kommunikation mit dem Kreditgeber. Wenn Du also mal eine Rate nicht zahlen kannst, stecke den Kopf nicht in den Sand, sondern suche gemeinsam mit dem Unternehmen nach einer Lösung.

Ratenzahlung trotz Schufa möglich?

Hier müssen zwei Dinge unterschieden werden. Zunächst einmal ist es gesetzlich nicht verboten, trotz eines negativen Schufa-Eintrags eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

In der Praxis zeigt sich allerdings: Im Normalfall wirst Du mit Schufa-Eintrag keine Ratenzahlung vereinbaren können. Denn Händler legen verständlicherweise großen Wert darauf, für ausgelieferte Ware auch ihr Geld zu erhalten.

In aller Regel wird daher die Bonität eines Käufers vor der Ratenzahlung überprüft – und im Zweifelsfall auf eine unmittelbare Bezahlung bestanden. Wer dennoch eine größere Anschaffung tätigen und erst nach und nach abbezahlen möchte, kann aber auf die eine oder andere Alternative zurückgreifen.

So ist es beispielsweise denkbar, einen Ratenkredit bei einer Bank aufzunehmen. Hier findet oftmals eine Überprüfung statt, die über die reine Bonitätsabfrage hinausgeht. Außerdem können im Zweifelsfall zusätzliche Sicherheiten – etwa eine Bürgschaft – hinterlegt werden.

Kann man eine Ratenzahlung vorzeitig ablösen?

Auch hier kommt es auf den Einzelfall an. Am einfachsten ist dies bei Zahlungsdienstleistern wie Paypal oder Klarna möglich. Dort kann normalerweise jederzeit der komplette Betrag zurückgezahlt werden.

Anschließend fallen dann keine Zinsen und keine Leihgebühren mehr an. Es können aber weiterhin neue Ratenzahlungsvereinbarungen abgeschlossen werden.

Im Idealfall sorgt eine vorzeitige Rückzahlung hier sogar für eine bessere Bonität. In allen anderen Fällen musst Du einen genaueren Blick in den Vertrag über die Ratenzahlung werfen.

Dort müssen die konkreten Bedingungen für eine vorzeitige Rückzahlung benannt sein. Teilweise ist dort beispielsweise festgeschrieben, dass die Vereinbarung mindestens sechs Monate laufen muss, bevor sie aufgelöst werden kann.

Auch eine Kündigungsfrist kann festgeschrieben sein. Grundsätzlich ist es zudem so, dass bei einem vorzeitig zurückgezahlten Kredit, der Gläubiger Anspruch auf die dadurch entgangenen Zinsen hat.

Viele Händler nutzen die Ratenzahlung aber vor allem, um den eigenen Absatz zu befördern und nicht um Zinsgewinne einzustreichen. In der Regel sind sie daher sogar froh, ihr Geld ohne größere Probleme zu erhalten. Im Zweifelsfall solltest Du dich daher direkt mit dem Händler in Verbindung setzen und nach einer Lösung suchen.

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