In Zeiten von Nullzinsen gehört das Thema Geldanlage zu einem der wichtigsten überhaupt, die wenigsten Menschen jedoch, machen sich ernsthaft Gedanken darüber und setzen sich damit auseinander.

Im Grunde besitzt jeder von uns ein Girokonto, wo monatlich ein Geldeingang in Form des Gehalts verzeichnet werden darf.
Dem gegenüber stehen sämtliche Ausgaben, welche sich aus Überweisungen, Daueraufträgen und Lastschriften zusammensetzen.

Festzuhalten ist also, dass wir ein solches Konto definitiv brauchen und dies unverzichtbar für uns ist,
außerdem muss dieses zu jedem Zeitpunkt des Monats gedeckt sein, dennoch sollten hier wiederum auch keine zu hohen Beträge liegen gelassen werden. Auch gern verwendet wird das Girokonto immer mehr zum Sparen, in der Hoffnung auf ein zweites Konto verzichten zu können, es einfacher zu haben oder sogar Kosten sparen zu können. Außer dass jene Handhabe tatsächlich einfacher ist, bietet dieses Verfahren jedoch keinerlei Mehrwert.

Überblick zum Maximalbetrag auf dem Girokonto

  • Ein Girokonto ist heutzutage wichtig für alle Zahlungsmodalitäten
  • Geld, was langfristig auf dem Girokonto rumliegt, verliert durch die Inflation an Wert
  • Banken fordern bei hohen Geldbeträgen auf dem Girokonto Strafzinsen
  • Einen Notgroschen sollte immer auf dem Girokonto liegen. Lieber nur 3 Monatsgehälter als Rücklage, statt zu hohe Beträge liegen lassen.

Warum sollte man nicht zu viel Geld auf dem Girokonto haben?

Im vergangenen Jahr hat Deutschland erstmals wieder Inflationsstände erreicht, die zuletzt in ähnlicher Höhe 1993 zu verzeichnen waren. Nicht aber nur hierzulande, sondern weltweit zieht sich dieses Problem durch die gesamte Wirtschaft und hinterlässt seine Spuren. Keine Zinsen und dazu eine hohe Inflation bedeuten, dass unsere Ersparnisse mehr an Wert verlieren, als die Zinsen einbringen. Übrigens können Sie sich glücklich schätzen, wenn Sie noch nicht zu denjenigen gehören, von denen Strafzinsen für die Verwahrung Ihres Geldes gefordert werden.

Bei derzeitigen Inflationswerten kann man quasi hinterherschauen, wie das Geld an Wert verliert, also ist es allerhöchste Zeit, das Sparen auf dem Girokonto einzustellen und für andere Anlageklassen offen zu sein. Mit richtig gewählten Alternativen lässt sich sowohl der Wertverlust durch die Inflation ausgleichen, wie auch noch eine kleine zusätzliche Rendite erwirtschaften.

Warum dann überhaupt Geld auf dem Girokonto haben?

Zurück zur Deckung des Girokontos und wieso genau an diesem Ort nun doch Geld vorgehalten werden muss, obwohl es augenscheinlich falsch ist. Hier geht es nicht ums ob, sondern um die Höhe der Beträge, denn wie wäre es in der Praxis, wenn Sie Ihr Geld anderweitig fest angelegt haben, somit keinen schnellen Zugriff erhalten und Ihre Waschmaschine oder der Fernseher kaputtgeht.

Schlimmer noch wären wichtige Reparaturen oder Instandsetzungsarbeiten in einer Wohnung oder an Ihrem Haus, welche ggf. sogar Einfluss auf die Bausubstanz haben könnten. Manch einer mag jetzt vielleicht denken, dass ihm so etwas nicht passieren kann, tatsächlich zeigt die Realität jedoch ein ganz anders Bild. Viel öfter als die meisten annehmen, kommt es in Haushalten zu Wasserschäden, Brandschäden oder Glasbruch. Wenn Sie davon verschont bleiben, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Ihnen der nächste Sturm einen Schaden beschert oder die Heizung ausfällt.

In jedem der genannten Fälle wären Sie auf einen relativ schnellen Geldzugriff angewiesen, erschwerend kommt hinzu, dass in vielen Fällen leider auch nicht das aktuelle Monatsgehalt ausreicht, welches zu dem Zeitpunkt des aufgetretenen Schadens vielleicht noch nicht angelegt ist.

Mal ganz abgesehen von Reparaturen und Dingen, die kaputtgehen können, besteht auch die Möglichkeit von einer Nachzahlung in einem Mietverhältnis. In einem solchen Fall haben Sie in der Regel kaum Zeit, Gelder für die offene Zahlung zu beschaffen und sind darauf angewiesen, dass Ihr Girokonto das benötigte Guthaben aufweist. Für Eigentümer gilt Ähnliches, nur dass hier kein Vermieter vor der Tür steht, sondern die Versorgungsunternehmen, ob jenes nun besser ist, lassen wir an dieser Stelle erstmal offen.

Wie Sie vermutlich merken, kann es nie verkehrt sein einen gewissen Puffer zu haben, dieser verschafft Ihnen eine Menge Handlungsspielraum, wenn Reparaturen anstehen, Aufforderungen für Nachzahlungen ins Haus geflogen kommen oder aber es generell im Haushalt mal etwas enger wird. Ein Notgroschen in einer bestimmten Höhe macht also durchaus Sinn.

Wie viel Geld als Notgroschen maximal auf dem Girokonto?

Die Frage klingt nach den ganzen Informationen genauso schwierig wie sie zu beantworten ist, denn dies zu pauschalisieren, ist quasi unmöglich. Es gibt es viele Faktoren, die eine Empfehlung zur Rücklagenhöhe beeinflussen können.

Notgroschen der Situation anpassen

Ein Student mit einer 1-Zimmer-Wohnung, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mal ein festes Gehalt besitzt, sondern eher einem Studentenjob mit variablem Gehalt nachgeht, ist ganz anders zu bewerten, als eine Einzelperson in einer 3-Zimmer-Wohnung, mit vielleicht festem Gehalt. Auch bei der 3-Zimmer-Wohnung macht es einen Unterschied, welchem Job die mietende Person nachgeht und wie hoch das damit verbundene Gehalt ist. Handelt es sich hier um ein Pärchen, welches sich die Kosten ggf. teilen kann, ist dies auch wieder anders zu beurteilen.

Kosten für das Kind besser abfangen

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Aspekt, ob es Kinder in einem Haushalt gibt. Gerade in den ersten Jahren wollen die Kleinen durch Ihr Wachstum regelmäßig neu eingekleidet werden.
Weiter geht es später mit Schulbedarf und Ausflügen, alle solcher Kosten werden in der Regel nicht lange vorher angekündigt, sodass man sich zeitnah darauf einstellen kann, sondern meistens kurzfristig und in der Regel dann, wenn es am wenigsten passt.

Immobilienbesitzer Rücklagen für außerordentliche Kosten

Für alle Immobilienbesitzer sieht es in Bezug auf die Wohnsituation wiederum ganz anders aus, denn diese müssen viele Dinge bezahlen, wovon der Mieter weitestgehend verschont bleibt. Blickt man zurück und überschlägt noch mal die Punkte, warum überhaupt Geld auf dem Girokonto verbleiben sollte, lässt sich erkennen, dass Eigentümer alle anfallenden Kosten für Inventar, Gebäude und Grundstück im Schadensfall tragen müssen. Der Mieter hingegen kann sich in der Regel von allem außer seinem persönlichen Inventar frei sprechen, und muss hierfür keinerlei Reserven bilden.

Reserven sind immer wichtig

Gering oder besser Verdiener, auch hier tun sich Unterschiede auf. Gerade erst aus der Ausbildung, weg von zu Hause und eine 2-3 Zimmer Wohnung mit der Freundin nehmen wollen, die noch kein Geld verdient, dann sollten die Reserven im Verhältnis zum Gehalt etwas höher ausfallen und die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung vielleicht noch ein paar Monate aufgeschoben werden. Anders sieht es bei einem Besserverdiener mittleren Alters aus, der seine Brötchen vielleicht als Anwalt verdient und eine Frau hat, die zusätzlich noch ein durchschnittliches Gehalt nach Hause bringt. Sicherlich sind hier die Unterhaltskosten und der Lebensstandard um einiges höher, dennoch muss dieses Paar prozentual zum gemeinsamen Einkommen, deutlich weniger Reserven auf dem Girokonto belassen.

Tipp: Mindestens 3 Monatsgehälter als Rücklage auf dem Girokonto halten.

Fazit

Sofern Sie ein durchschnittliches Gehalt mit finanziell passender Wohnsituation haben, können Sie bedenkenlos 3 Monatsgehälter auf Ihrem Girokonto belassen, so werden Sie weiterhin ruhig schlafen und keine Angst haben müssen, plötzlich auftretende Kosten nicht bezahlen zu können.

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